Der harte Grabenkampf zwischen Veganern und Fleischessern hat sich 2025 weitgehend gelegt. An seine Stelle ist ein pragmatischer Mittelweg getreten: der Flexitarier 2.0. Dieser Konsumententyp isst überwiegend pflanzlich, gönnt sich aber ab und zu tierische Produkte – dann aber in absoluter Premiumqualität.
Hybrid-Fleisch als Brückentechnologie Ein großer Treiber dieses Trends sind “Hybrid-Produkte”. In den Kühlregalen finden sich Würstchen und Hackfleisch, die zu 50% aus Fleisch und zu 50% aus Gemüse (wie Erbsen, Pilzen oder Karotten) bestehen. Diese Produkte bieten den vollen Fleischgeschmack, reduzieren aber Fett und Cholesterin sowie den ökologischen Fußabdruck drastisch. Sie machen es dem Verbraucher leicht, “das Richtige” zu tun, ohne seine Gewohnheiten radikal ändern zu müssen.
Pflanzenmilch ist Standard Im Café ist die Kuhmilch zur Option unter vielen geworden. Hafermilch ist im DACH-Raum längst der Standard, doch 2025 experimentieren Baristas mit Kartoffelmilch (sehr cremig und nachhaltig) und Erbsenprotein-Drinks. Die Technologie hat sich so verbessert, dass diese Alternativen sich perfekt aufschäumen lassen. Der Flexitarier 2.0 sieht den Verzicht auf Tierprodukte nicht als Dogma, sondern als kulinarische Bereicherung. Es geht um Vielfalt auf dem Teller, nicht um Verbot.